AUSBRUCH

Article published on Oct. 23, 2013
Article published on Oct. 23, 2013

fotografiert von Lisa Tobschall  

Jährlich wird die Anzahl von Immigranten auf 190 Millionen weltweit geschätzt. Dies macht also 190 Millionen Menschen, die für sich keine Zukunft mehr in ihrer Heimat sehen und diese verlassen wollen.

Die meisten dieser Menschen fliehen aufgrund von Krieg, Not oder Verfolgung. Doch auch innerhalb Europas wechseln viele junge Menschen ihre Heimat - vorwiegend aus ökonomischen Gründen. Noch nie war innerhalb Europas die Migrationsbewegung so hoch wie zu diesen Zeiten.

Immigranten geben alles Alte und Gewohnte auf, um sich in der neuenHeimat neu zu verwirklichen – „es besser zu machen als vorher“. Sie kommen, bepackt mit Euphorie, Ehrgeiz und neuer Hoffnung. Doch angekommen, treffen viele von ihnen auf eine gewaltige Anzahl von Problemen, die ihre Integration in die neue Gesellschaft erheblich erschwert. Sei es die Fremde, die Sprachbarriere, die Bürokratie, die finanziellen Schwierigkeiten, das Heimweh, die Angst vor Neuem, oder die fehlende Toleranz – all dies sind Hindernisse, die den Neuankömmlingen in den Weg geworfen werden. Sie sind gefesselt in Unbeholfenheit.

Meine Fotografien zeigen diese Menschen, gefesselt in einem Tape, das symbolisch für all das steht, was ihnen das Leben in der neuen Heimat erschwert. Sie fühlen sich beengt, es schmerzt, sie wollen sich befreien!